Fairness und Tradition: Fußballligen ohne VAR

05.04.2024 15:33 81 mal gelesen Lesezeit: 12 Minuten 0 Kommentare

Thema in Kurzform

  • Fairness im Fußball bedeutet auch, menschliche Entscheidungen zu respektieren und die Unmittelbarkeit des Spiels ohne technische Unterbrechungen durch den VAR zu bewahren.
  • Traditionelle Fußballligen betonen die Wichtigkeit des Schiedsrichters als zentrale Figur auf dem Platz, der ohne die Hilfe von Videoassistenten auskommen muss.
  • Das Fehlen des VAR in manchen Ligen kann zu intensiveren Debatten unter Fans führen und die Leidenschaft für das Spiel durch kontroverse Schiedsrichterentscheidungen steigern.

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Fairness im Fußball: Warum manche Ligen auf den VAR verzichten

Der Fußball ist bekannt für seine Leidenschaft und Emotionalität, sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen. Doch im modernen Sport geht es auch um Fairness und Genauigkeit. Hier kommt der Video Assistant Referee (VAR) ins Spiel, eine technische Innovation, die darauf abzielt, Schiedsrichterentscheidungen in wichtigen Momenten zu unterstützen und zu korrigieren. Trotz der Vorteile, die der VAR bietet, entscheiden sich einige Fußballligen bewusst gegen seine Nutzung. Aber warum?

Eine der wesentlichen Motivationen dieser Ligen ist die Wahrung der Tradition des Spiels. Fußball ist ein Jahrhunderte alter Sport, dessen Charme teilweise in seiner Simplizität und Menschlichkeit liegt. Anhänger des traditionellen Fußballs schätzen das Spiel mit all seinen Unvollkommenheiten, einschließlich der Tatsache, dass Schiedsrichter Fehler machen können. Diese Fehler werden oft als Teil des Spiels gesehen und tragen zu Gesprächsstoff und kontroversen Diskussionen bei.

Ein weiterer Grund für die Ablehnung des VAR in manchen Ligen ist die bewusste Entscheidung, die natürliche Fließgeschwindigkeit und Dynamik des Spiels zu erhalten. VAR-Interventionen können den Spielablauf unterbrechen und die Atmosphäre eines Spiels beeinträchtigen. Besonders in Ligen, wo die Unterhaltung und der emotionale Fluss im Vordergrund stehen, möchte man solche Pausen vermeiden und das Spiel so flüssig wie möglich halten.

Die durch den VAR gebotene Exaktheit wird also in einigen Kreisen weniger als notwendige Innovation, sondern vielmehr als eine Überregulierung wahrgenommen, die dem Fußball seine Ursprünglichkeit nimmt. Im Kern diese Entscheidung steht somit ein Zweikampf zwischen innovativem Fortschritt und nostalgischem Bewahren – ein Balanceakt, der auch in Zukunft für Diskussionen sorgen wird.

Die Bedeutung von Tradition in Fußballligen ohne Videobeweis

Die Wertschätzung von Tradition im Fußball ist besonders in Ligen spürbar, die sich gegen die Einführung des Videobeweises entscheiden. Traditionelle Werte wie Sportgeist und unmittelbare Entscheidungsfindung durch den Schiedsrichter auf dem Feld stehen im Vordergrund. Der Fußball, so argumentieren Traditionalisten, sollte nicht nur ein Produkt moderner Technologie sein, sondern auch den menschlichen Aspekt des Spiels wahren.

In diesen Ligen wird die unmittelbare Entscheidung des Schiedsrichters als ein Element des Spiels angesehen, das zur Einzigartigkeit und Unvorhersehbarkeit des Spielausgangs beiträgt. Der Schiedsrichter muss im Bruchteil einer Sekunde eine Entscheidung treffen und trägt damit eine große Verantwortung, die den Charakter des Spiels prägt. Auf diese Weise bleibt der Fußball ein Sport der Menschen, der sich nicht allein auf Technologien stützt.

Dieser Respekt vor der Tradition spiegelt sich auch in der Art und Weise wider, wie die Spiele erlebt werden. Das Fehlen des VAR bedeutet, dass die Authentizität und Echtheit der Emotionen, ob Freude oder Enttäuschung, erhalten bleiben. Für viele Fans ist es gerade diese emotionale Achterbahn, die den Fußball so faszinierend macht. Sie argumentieren, dass die Technologie die reine Essenz des Spiels verändern könnte.

Letztendlich steht hinter der Entscheidung gegen den VAR die tiefe Überzeugung, dass Fußball mehr ist als nur ein Spiel – es ist ein Teil der kulturellen Identität und des Erbes, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die Bewahrung der Tradition in Fußballligen ohne Videobeweis ist somit ein Bekenntnis zu den Wurzeln dieses weltweit geliebten Sports.

Debatte über den Videoassistenten im Fußball

Vorteile ohne VAR Nachteile ohne VAR
Erhalt der Fußballtradition Höheres Fehlentscheidungsrisiko
Keine Verzögerungen des Spielflusses Gerechtigkeitsverlust bei klaren Fehlern
Stärkung der Autorität des Schiedsrichters auf dem Platz Emotionalität durch Entscheidungsunsicherheit
Einfachere Regeln für Zuschauer und Spieler Technologie wird nicht genutzt, obwohl verfügbar
Bewahrung des ursprünglichen Spielerlebnisses Mögliche Benachteiligung kleinerer Clubs ohne Zugang zu Technik

Wie funktioniert der Fußball ohne VAR?

In Ligen, in denen auf den VAR verzichtet wird, ist die Funktionsweise des Fußballs von der direkten und unmittelbaren Entscheidungsfindung geprägt. Die Verantwortung für die Leitung des Spiels und die Ahndung von Regelverstößen liegt ausschließlich bei dem Schiedsrichterteam auf dem Platz. Dies beinhaltet den Hauptschiedsrichter, zwei Linienrichter und in einigen Fällen einen zusätzlichen vierten Offiziellen an der Seitenlinie.

Die Entscheidungen während des Spiels basieren auf den Beobachtungen und der Interpretation der Schiedsrichter im Hinblick auf Fouls, Abseitssituationen und andere Regelverstöße. Ohne den VAR werden Entscheidungen getroffen und kommuniziert, ohne auf Standbilder oder Zeitlupen zurückgreifen zu können. Dies setzt ein hohes Maß an Erfahrung und Kontextverständnis der Schiedsrichter voraus und unterstreicht die Bedeutung ihrer Autorität auf dem Spielfeld.

Um die Integrität und Gerechtigkeit des Spiels auch ohne den VAR zu wahren, sind oft zusätzliche Maßnahmen in Kraft. Diese können verstärkte Schiedsrichterschulungen, eine erhöhte Anzahl von Offiziellen oder andere technische Hilfsmittel wie die Torlinientechnik beinhalten, die jedoch weniger invasiv sind und den Spielfluss nicht unterbrechen. Wichtig ist dabei die klare Kommunikation zwischen den Offiziellen, die durch Headsets und andere Kommunikationsmittel unterstützt wird.

Interessanterweise neigen Spiele ohne den VAR auch dazu, mehr Interaktionen zwischen Spielern und Schiedsrichtern zu fördern. Der Dialog auf dem Feld ist oft intensiver, und die Schiedsrichter sind in der Rolle gefordert, direkt und deutlich Konflikte zu schlichten und die Spielregeln durchzusetzen. Dies stellt eine interessante soziale Dynamik dar, die im Fußball ohne VAR maßgeblich zum Charakter des Spiels beiträgt.

Die Argumente gegen den Einsatz des Video Assistant Referee

Obwohl der Video Assistant Referee (VAR) als ein Instrument zur Erhöhung der Gerechtigkeit im Fußball geschaffen wurde, gibt es zahlreiche Argumente, die gegen seinen Einsatz sprechen. Eines der Hauptargumente ist die Unterbrechung des Spielflusses. Kritiker betonen, dass der Fußball von seinem kontinuierlichen Rhythmus lebt, der durch die Überprüfung von Entscheidungen mittels VAR gestört wird.

Ein weiteres starkes Argument gegen den VAR ist die Kostspieligkeit der benötigten Technologie. Gerade für kleinere Ligen und Vereine kann die Implementierung der VAR-Systeme eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen. Hinzu kommt, dass der Einsatz des VAR eine bestimmte technische Infrastruktur und geschultes Personal erfordert, was nicht in allen Spielklassen gegeben ist.

Zudem steht die Infragestellung der Schiedsrichterautorität im Raum. Der VAR kann als Zeichen des Misstrauens gegenüber der Entscheidungskompetenz der Schiedsrichter auf dem Platz gewertet werden. Dies könnte sich langfristig negativ auf das Selbstvertrauen und das Standing der Schiedsrichter auswirken.

Des Weiteren besteht die Befürchtung, dass der VAR die Entscheidungsfindung verkompliziert und zu einem Übermaß an Mikromanagement führt. Statt klare und schnelle Entscheidungen zu ermöglichen, entstehen oft langwierige und detaillierte Analysen, die für Verwirrung bei Spielern, Offiziellen und Zuschauern sorgen können.

Einige Beobachter weisen auch darauf hin, dass der VAR trotz technischer Unterstützung nicht alle Entscheidungen zweifelsfrei klären kann, was zu einem Verlust der Glaubwürdigkeit führen kann. Situationen, in denen der VAR eingesetzt wird, können umstritten bleiben und Diskussionen über die „richtige“ Entscheidung noch verstärken.

Das letzte Hauptargument ist, dass sich der Charakter des Spiels selbst ändert, wenn technologische Korrekturen die menschliche Komponente überwiegen. Die Emotionen und die Unmittelbarkeit des Sports, die ihn so attraktiv machen, könnten durch die regelmäßigen Einschaltungen des VAR beeinträchtigt werden.

Die Rolle der Fans: Fußballkultur und die Ablehnung des VAR

Die Fans spielen bei der Haltung gegenüber dem Video Assistant Referee (VAR) eine entscheidende Rolle. Viele Fußballanhänger sehen den VAR als Einfluss, der die traditionelle Fußballkultur verändert und die Authentizität des Spiels beeinträchtigt. Die Stadionerfahrung, welche durch Spontanität und Direktheit charakterisiert ist, wird durch den Einsatz des VAR bei manchen Fans als weniger intensiv empfunden.

Insbesondere steht das Gemeinschaftsgefühl im Mittelpunkt, das durch gemeinsame Reaktionen auf Spielereignisse ohne technische Unterbrechungen entsteht. Anhänger betonen oft den Wert, den die direkte Beteiligung und das emotionale Engagement für ihr Erlebnis haben – Faktoren, die durch Verzögerungen aufgrund von VAR-Einsätzen gemindert werden könnten.

Ein weiteres Argument der Fans betrifft die Unmittelbarkeit von Emotionen, die durch VAR-Kontrollen gedämpft werden. Ein sofortiges Torjubel-Gefühl kann durch die anschließende Unsicherheit, ob das Tor bestehen bleibt, in seiner Intensität reduziert werden. Viele Anhänger empfinden diese Verzögerung als störend und befürchten, dass die Leidenschaft am Spiel verloren gehen könnte.

Auch die Sorge, dass der VAR zu einer überkritischen Haltung gegenüber Schiedsrichterentscheidungen führt, wird von Fans geäußert. Statt die Akzeptanz von Schiedsrichterentscheidungen zu fördern, könnte die ständige Möglichkeit der Überprüfung die Respektlosigkeit gegenüber den Entscheidungsträgern schüren.

Die Ablehnung des VAR durch Fans kann also als Wunsch verstanden werden, die Grundwerte des Fußballs, wie Spontanität, Gemeinschaft und unmittelbare Emotionen, zu bewahren. Es zeigt das Bestreben der Fans, den ursprünglichen Geist des Fußballs zu schützen und die Einzigartigkeit der Fußballkultur zu verteidigen.

Technische Herausforderungen: Warum nicht alle Ligen den VAR nutzen können

Neben den kulturellen und traditionellen Gründen gibt es auch technische Herausforderungen, die es für einige Fußballligen schwierig oder unmöglich machen, den VAR zu nutzen. Zu diesen Herausforderungen gehören die notwendige infrastructurelle Ausrüstung und die Verfügbarkeit von spezifischer Technologie an den Spielorten.

Nicht alle Stadien verfügen über die nötige Technik, wie leistungsstarke Kameras und Monitore, die erforderlich sind, um den VAR effektiv einzusetzen. Der Einsatz dieser Technik erfordert große Investitionen, die insbesondere für kleinere Vereine und Ligen eine finanzielle Hürde darstellen können.

Zusätzlich muss für die Anwendung des VAR ein qualifiziertes Team von Technikern und Videoassistenten bereitstehen, die geschult sind, die Systeme zu bedienen und die Spielregeln korrekt umzusetzen. Die Rekrutierung und Ausbildung solchen Personals ist zeit- und kostenintensiv.

Ein weiterer Punkt ist die Netzwerkanbindung und Datenübertragung. Damit der VAR reibungslos funktionieren kann, müssen hochauflösende Videosignale in Echtzeit übertragen werden, was eine stabile und schnelle Internetverbindung erfordert. Dies ist nicht an allen Spielorten gewährleistet, besonders in ländlichen oder schlechter angebundenen Gebieten.

Es muss zudem ein standardisiertes Protokoll für die VAR-Nutzung bestehen, das in allen Spielen und Ligen angewandt werden kann. Ohne einheitliche Verfahren kann es zu Inkonsistenzen in der Anwendung und Interpretation der VAR-Entscheidungen kommen, was die Fairness und Akzeptanz des Systems unterminiert.

Die genannten technischen Herausforderungen bilden also eine signifikante Barriere für die Implementierung des VAR in vielen Fußballligen und erklären, warum der Videoassistent nicht flächendeckend eingeführt werden kann.

Die Zukunft des Fußballs: Können Ligen ohne VAR bestehen?

Die Debatte über die Notwendigkeit des Video Assistant Referee (VAR) in Fußballligen wird kontinuierlich geführt, doch stellt sich die Frage, wie die Zukunft des Fußballs für Ligen aussieht, die auf den VAR verzichten. Es wird diskutiert, ob Sportwettbewerbe weiterhin ohne die Technologie auskommen können, die in höheren Ligen bereits Standard ist.

Einige Experten argumentieren, dass Ligen ohne VAR ihre eigene Marktnische finden können, indem sie sich auf die Originalität des Spiels konzentrieren, das von sofortigen und endgültigen Entscheidungen des Schiedsrichters geleitet wird. Diese Einzigartigkeit könnte ein Alleinstellungsmerkmal sein, das bestimmte Fansegmente besonders anspricht und unterstützt.

Gleichzeitig ist eine fortlaufende Entwicklung und Verbesserung der Schiedsrichterleistungen erforderlich, um die Qualität und Fairness im Spiel ohne VAR zu gewährleisten. Dies könnte durch regelmäßige Trainings, Workshops und den Austausch von Best Practices erfolgen, um das Niveau hoch und die Entscheidungen zuverlässig zu halten.

Die Möglichkeit, dass Fußballligen ohne VAR bestehen, ist auch eine Frage der Adaptabilität. Im dynamischen Sportumfeld können Veränderungen in den Regeln, der Öffentlichkeitsarbeit und dem Management der Ligen dazu beitragen, die Relevanz des traditionellen Spielmodus zu erhalten oder sogar zu erhöhen.

Schließlich darf die Rolle von anderen technischen Alternativen nicht unterschätzt werden. Weniger invasive Systeme wie die Torlinientechnologie könnten eine Kompromisslösung bieten, die die Vorteile der Technik nutzt, ohne den Spielablauf allzu sehr zu beeinflussen.

Letztendlich hängt die Zukunft der Ligen ohne VAR von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Bereitschaft der Fans, traditionelle Spiele zu unterstützen, der Fähigkeit der Schiedsrichter, ohne technische Hilfe auszukommen, und der allgemeinen Entwicklung des Fußballökosystems.

Beispiele aus der Praxis: Fußballligen, die erfolgreich ohne VAR spielen

Während die Diskussion um die Notwendigkeit des Video Assistant Referee (VAR) weitergeht, gibt es Fußballligen weltweit, die auch ohne dieses System erfolgreich operieren. Diese Ligen liefern konkrete Belege dafür, dass ein spannender und fairer Wettbewerb ohne die Unterstützung durch Videobeweis möglich ist.

In Europa sind zum Beispiel einige niedrigere Profi- und Halbprofi-Ligen bekannt, die ohne den VAR auskommen und in denen die Leidenschaft und das lokale Fan-Engagement groß geschrieben werden. Diese Ligen profitieren oft von einer starken lokalen Gemeinschaft und Fans, die den traditionellen Fußballschlag und die Nähe zum Spiel vorziehen.

Aber auch außerhalb Europas gibt es Beispiele für Fußballligen, die dem VAR nicht folgen. So setzen viele Ligen in Südamerika und Afrika weiterhin auf das klassische Schiedsrichtersystem. Trotz der Herausforderungen, die durch fehlende Technologie verursacht werden, bewahren sie das traditionelle Flair und die Ursprünglichkeit des Spiels.

Zu diesen Ligen kommen auch Amateur- und Jugendfußballwettbewerbe, die aufgrund ihres begrenzten Budgets und ihrer Infrastruktur den VAR nicht einsetzen können. Trotzdem wird der Fußball dort mit großem Enthusiasmus und Sportsgeist gespielt, was zeigt, dass der Erfolg einer Liga nicht zwangsläufig von hochmoderner Technologie abhängt.

Die Praxis zeigt also, dass die Verbindung zwischen Fußball und seinen Anhängern nicht allein durch technische Mittel definiert wird. Es ist die Hingabe zu den Spielregeln, dem Fairplay und der gemeinsamen Erfahrung eines Fußballspiels, die Ligen ohne VAR erfolgreich machen.

Fair Play und menschliches Urteil: Die Vorteile des Fußballs ohne Videotechnik

Der Gedanke des Fair Plays steht im Zentrum des Sports, und gerade im Fußball ohne Videotechnik wird dieser Aspekt von vielen als besonders wertvoll erachtet. Ein wesentlicher Vorteil des Verzichts auf den VAR liegt in der Betonung des menschlichen Urteils. Schiedsrichter sind gefragt, Entscheidungen auf Basis ihrer Wahrnehmung und Erfahrung zu treffen, was den menschlichen Faktor hervorhebt und integralen Bestandteil des Spiels darstellt.

Ohne die Möglichkeit der Videokorrektur nimmt auch die Bedeutung der sportlichen Integrität zu. Spieler und Teams können sich nicht auf eine nachträgliche Überprüfung verlassen und müssen somit im Geiste des Fair Plays agieren. Dies fördert eine Kultur der Eigenverantwortung und des Respekts für die Entscheidungen des Schiedsrichters auf dem Feld.

Ein weiterer Vorteil ist die Erhaltung der Dynamik und des Tempos des Spiels. Ohne Videotechnik entfallen längere Unterbrechungen, und der Fußball bleibt ein fließendes Spiel, in dem die ununterbrochene Aktion und Reaktion der Spieler im Vordergrund stehen.

Die authentische Erfahrung für die Zuschauer, sowohl im Stadion als auch vor den Bildschirmen, bleibt durch das Ausbleiben von VAR erhalten. Die sofortige Reaktion auf ein Tor oder eine wichtige Spielentscheidung, frei von zusätzlicher Wartezeit oder Überprüfung, trägt zur emotionalen Bindung der Fans an das Spiel bei.

Wenn man die Werte des Fußballs betrachtet, steht Fair Play ohne den Einsatz von Videotechnik nicht nur für Gerechtigkeit zwischen den Teams, sondern auch für die Wertschätzung derer, die das Spiel leiten. Die direkte Interaktion zwischen Spielern und Schiedsrichtern schafft ein Umfeld, in dem Vertrauen und gegenseitiger Respekt vorherrschen können.

Die Betonung des menschlichen Elements und des Fair Plays unterstreicht, dass Fußball viel mehr ist als nur ein Spiel – es ist eine Leidenschaft, die von Menschen gelebt und geliebt wird.

Fazit: Die Balance zwischen Fortschritt und Tradition im Fußball

Die Debatte um die Einführung des Video Assistant Referee (VAR) im Fußball lässt die Gemüter teils stark aufwallen. Auf der einen Seite stehen unbestreitbare Vorteile der Technologie, die die Genauigkeit und Fairness der Spielentscheidungen erhöhen kann. Auf der anderen Seite betonen Kritiker die Bedeutung der Tradition und des menschlichen Faktors im Fußball.

Die Herausforderung besteht darin, die richtige Balance zwischen dem technologischen Fortschritt und der Bewahrung der Tradition des Spiels zu finden. Es geht darum, Technologien so zu integrieren, dass sie die positiven Aspekte des Sports unterstützen, ohne dabei seine Seele und seine Ursprünge zu verlieren.

Für viele Fans und Spieler ist die Schönheit des Fußballs eng mit seiner Unvorhersehbarkeit und der Leidenschaft verbunden, die in jedem Moment eines Spiels spürbar ist. Die zentrale Frage ist, ob und wie diese Attribute bewahrt werden können, während man parallel die Möglichkeiten neuer Technologien auslotet.

Es ist möglich, dass im Laufe der Zeit Kompromisse oder neue Standards entwickelt werden, die sowohl die Vorteile des VAR als auch die Werte der traditionellen Fußballkultur vereinen können. Doch bis es soweit ist, wird der Fußball ohne VAR weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Fußballwelt bleiben und Fans auf der ganzen Welt mit seiner Authentizität und Spontaneität begeistern.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Entscheidung über die Nutzung des VAR in den verschiedenen Ligen nicht nur eine sportliche, sondern auch eine philosophische Frage ist. Sie berührt das Wesen des Fußballs und wie wir als Gesellschaft den Umgang mit technologischen Neuerungen in traditionellen Bereichen gestalten wollen.


Häufig gestellte Fragen zu Fußballligen ohne Videobeweis

Warum verwenden manche Fußballligen keinen VAR?

Manche Fußballligen verzichten auf den Video Assistant Referee (VAR), um die Tradition des Spiels und die menschliche Komponente des Schiedsrichterentscheids zu bewahren. Sie bevorzugen, dass das Spiel ohne technologiebedingte Unterbrechungen fließt, und setzen auf die Erfahrung und Autorität des Schiedsrichters auf dem Feld.

Wie beeinflusst der Verzicht auf den VAR die Fairness im Spiel?

Der Verzicht auf VAR setzt ein hohes Maß an Fairness und Sportgeist bei den Spielern voraus, da keine technologische Überprüfung von Entscheidungen stattfindet. Dies fördert den Respekt vor dem Schiedsrichter und unterstreicht die Bedeutung des menschlichen Urteils und der Eigenverantwortung.

Könnten Fußballligen ohne VAR im modernen Sport bestehen?

Ja, Fußballligen ohne VAR können durchaus bestehen. Sie appellieren an Fans, die den traditionellen Aspekt des Fußballs schätzen und ein direktes und unverfälschtes Spielerlebnis bevorzugen. Zudem können diese Ligen ihre eigene Nische finden, indem sie sich auf die Authentizität und Ursprünglichkeit des Spiels konzentrieren.

Welche Alternativen gibt es zum VAR, um die Spielintegrität zu gewährleisten?

Als Alternative zum VAR können andere technische Hilfsmittel wie die Torlinientechnologie verwendet werden, die weniger invasiv sind und den Spielfluss nicht unterbrechen. Ferner können verstärkte Schiedsrichterschulungen und die Anzahl der Offiziellen erhöht werden, um die Qualität der Entscheidungsfindung zu verbessern.

Wie reagieren die Fans auf Fußballspiele ohne VAR?

Viele Fans begrüßen Fußballspiele ohne VAR, da sie eine unmittelbare und authentische Stadionerfahrung ohne technische Unterbrechungen wertschätzen. Die emotionale Bindung und die Spontanität des Spiels bleiben erhalten, was für viele Zuschauer zum Charme und zur Attraktivität des Fußballs beiträgt.

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Zusammenfassung des Artikels

Einige Fußballligen verzichten auf den Video Assistant Referee (VAR), um die Tradition und Dynamik des Spiels zu bewahren, da der VAR als störend für den Spielablauf und als Eingriff in die menschliche Komponente des Sports angesehen wird. Die Ablehnung basiert auf dem Wunsch, Authentizität sowie emotionale Höhen und Tiefen beizubehalten und finanzielle Belastungen sowie eine Untergrabung der Schiedsrichterautorität zu vermeiden.